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Risikobegegnung! So plant die Polizei das Sonntag-Derby

Köln | Am kommenden Sonntag (11. Oktober) empfängt der 1. FC Köln im RheinEnergieSTADION um 15.30 Uhr Borussia Mönchengladbach zum rheinischen Derby.

Die Polizei Köln bereitet sich auf den Einsatz rund um die als Risikobegegnung eingestufte Partie vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Sicherheit aller Beteiligten sowie der Besucherinnen und Besucher.

Wie läuft alles ab?

„Bei der Vorbereitung und Durchführung setzt die Polizei Köln nun auch erstmals beim Derbyeinsatz auf die im Juli dieses Jahres erneuerte Stadionallianz NRW. Das Innenministerium NRW, die Vereine der ersten drei Profiligen, die Polizei NRW und die Bundespolizei haben ihre Zusammenarbeit mit der neuen Vereinbarung weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt stehen eine frühzeitige Abstimmung, klare Zuständigkeiten und eine gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit rund um die Spiele. Die Rollen der Beteiligten bleiben dabei klar verteilt: Für die Veranstaltungssicherheit sind die Vereine zuständig, für Gefahrenabwehr und Strafverfolgung die Polizei.

Derby-Planung: Das sagen de Valck und Türoff

Die Vereine sorgen als Veranstalter mit ihren Ordnungsdiensten, Fanbeauftragten und Sicherheitsbeauftragten in eigener Zuständigkeit für die Sicherheit in den Stadien. Die Polizei kann hierdurch den Bedarf ihrer eingesetzten Kräfte noch zielgenauer festlegen, um ihren gesetzlichen Auftrag vor Ort zu erfüllen.

Einsatzleiterin Mareike de Valck stellt klar: „Im Rahmen der Stadionallianzen NRW engagieren wir uns als Polizei Köln noch enger mit dem 1. FC Köln, der Stadt, der Bundespolizei und den Fanorganisationen für Sicherheit im Fußball. Auch wenn wir die Anzahl der Einsatzkräfte bei Fußballspielen reduzieren, können wir auf spontane Entwicklungen reagieren, sodass alle friedlichen Fans ein spannendes und sportliches Rhein-Derby genießen können.

Wir treten bei Fußballspielen als Polizei mehr in den Hintergrund. Jetzt liegt der Ball sprichwörtlich im Feld der Fußballanhänger. Sie sind gefordert, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.“

RheinEnergie Stadion Drohne\r1. Fussball Bundesliga Saison 2021 2022\rRheinEnergieStadion Köln Deutschland\r12.02.2022\rDFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.\rCopyright\rEduard Bopp Sportfotografie\rmail@fotobopp.de\r

Der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Philipp Türoff, betont: „Das Derby lebt von Emotionen, Leidenschaft und einer gesunden sportlichen Rivalität. Es ist unser absolutes Hauptaugenmerk, gemeinsam den passenden Rahmen dafür zu organisieren: ein stimmungsvolles und sicheres Fußballfest für alle Fans im RheinEnergieSTADION.

Wir stehen dazu im engen und vertrauensvollen Austausch mit dem Gastverein und den zuständigen Sicherheitskräften. Die neuen Stadionallianzen NRW setzen stark auf die Eigenverantwortung der Clubs und Fans. Das ist ein Vertrauensvorschuss, den wir als 1. FC Köln befürworten und dem wir verantwortungsvoll gerecht werden wollen.“

Die Polizei Köln wird am Spieltag insbesondere die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans im Blick haben. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten werden die Einsatzkräfte konsequent einschreiten.

„Trotz aller Emotionen haben wir eine klare gemeinsame Verantwortung dafür, dass aus sportlicher Rivalität keine Gewalt wird. Die erneuerte Stadionallianz setzt genau hier an“, macht Mareike de Valck deutlich.

Mit der Stadionallianz machen die Vertragspartner klar: Stadionverbote und präventive Maßnahmen wie Platzverweise, Bereichsbetretungsverbote, Allgemeinverfügungen oder Meldeauflagen sind zentrale Instrumente gegen bekannte Störer.

Die Polizei Köln hat gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene sowie gegen drei Mönchengladbacher Fußballanhänger Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Weitere 50 Kölner Anhänger erhielten im Vorfeld durch die Polizei Köln eine Gefährderansprache.

Aufgrund des zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommens kann es rund um das RheinEnergieSTADION sowie auf den An- und Abreisewegen zu Verkehrsstörungen und zeitweisen Sperrungen kommen. Die Polizei Köln empfiehlt, für die Anreise möglichst den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.“

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