Das Newsportal für Köln und Umgebung

Kölner Haie: Aubrys bitteres Tor-Jubiläum

Köln | Louis-Marc Aubry hatte sich sein Jubiläum am Dienstagabend sicherlich ganz anders vorgestellt. Der Stürmer der Kölner Haie absolvierte gegen die Adler Mannheim sein 500. Spiel in der DEL, dabei lief er zum 250. Mal für den KEC auf. Als Bonbon erzielte der 34-Jährige auch sein 150. Tor.

Doch es reichte für seine Mannschaft im Traditionsduell gegen die Kurpfälzer nicht zum Sieg.

Mit 5:6 verloren die Haie nach Verlängerung und kassierten bereits die sechste Heimniederlage der Saison im Haifischbecken. Und es setzt sich der Trend bei der Mannschaft von Trainer Thomas Berglund fort: Siege und Niederlagen wechseln sich immer wieder ab.

Kölner Haie müssen jetzt zu den Krefeld Pinguinen

Mit dieser Ausbeute finden die Kölner auch nicht den Anschluss an die oberen Tabellenränge. Im engen Mittelfeld rangiert der Vorrundensieger der vergangenen Saison derzeit auf Rang sechs, neun Zähler hinter Spitzenreiter und Titelverteidiger Eisbären Berlin.

Dabei hatte der KEC gegen die Adler die Chance auf den Sieg, führte 3:1 und ließ sich den Vorsprung noch aus der Hand nehmen. „Wir sind gut ins Drittel gestartet. So wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Brady Austin.

Der Verteidiger hatte die frühe Führung besorgt, aber den Schwung konnte das Team nicht in den zweiten Abschnitt nicht mitnehmen. „Wir waren nicht präsent genug, drei von vier Gegentoren haben wir bekommen. Das darf uns nicht passieren“, ärgerte sich Austin.

Ähnlich sah es Haies Co-Trainer Henrik Stridh: „Wir haben das Spiel im ersten Drittel gut kontrolliert, sind geduldig geblieben und haben verdient geführt. Das zweite Drittel war von uns einfach nicht gut. Mannheim war die bessere und aktivere Mannschaft. Wir dagegen waren zu unsortiert.

Zumindest im dritten Drittel fand seine Mannschaft wieder zurück zu alten Tugenden und sicherte sich durch Daniel Fischbuchs Ausgleich wenigstens einen Punkt. Stridh: Im dritten Abschnitt war es gut, dass wir zurückkommen konnten und im Powerplay den Ausgleich erzielt haben. Am Ende wollten wir natürlich den Sieg, doch leider ist das Spiel in die andere Richtung gegangen.“

So sicherten sich den Adler durch den Treffer von Nick Mattinen den Extrazähler und ließen enttäuschte Haie zurück. Austin: „Es ist bitter, wenn man nach einem 3:1-Vorsprung verliert. Am Ende nehmen wir einen Punkt mit und müssen uns auf das nächste Spiel vorbereiten.

Das steigt am Freitagabend in Krefeld- Die Pinguine spielen als Aufsteiger eine bisher ordentliche Runde und wollen dem Favoriten sicher ein Bein stellen.

Auf der anderen Seite ist nach der Niederlage wieder ein Sieg fällig, sollte der KEC die ungewöhnliche Serie mit Sieg und Niederlage fortsetzen.

Frank Neusser
Über den AutorFrank Neusser

Frank Neusser schreibt für Kölnundmehr.de über Lokalpolitik, Stadtentwicklung und Sport. Der gelernte Journalist kennt Köln in all seinen Facetten – von den Ringen bis zu den Randlagen.