Köln | Köln ist bekannt für seinen berühmten Dom, den Rhein und seine lebendige Altstadt. Doch neben diesen bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es ein weiteres Bauwerk, das die Silhouette der Stadt entscheidend prägt: den Colonius.
Der Fernsehturm steht an der Inneren Kanalstraße und ist mit einer Höhe von 266 Metern das höchste Bauwerk Kölns. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1981 ist er ein bedeutendes Wahrzeichen der Domstadt.
Die Geschichte des Colonius
Der Bau des Colonius begann im Jahr 1978. Nach etwas mehr als drei Jahren Bauzeit wurde der Fernsehturm am 3. Juni 1981 feierlich eröffnet. Er wurde errichtet, um die technische Infrastruktur für die Übertragung von Fernseh- und Funksignalen zu verbessern.
Ursprünglich war der Turm etwa 253 Meter hoch. Im Jahr 2004 wurde seine Antennenspitze ausgetauscht. Dadurch erreichte er seine heutige Höhe von 266 Metern.
Der Colonius gehört damit zu den höchsten Fernsehtürmen Deutschlands und ist der höchste Fernsehturm in Nordrhein-Westfalen.

Architektur und Besonderheiten
Der Colonius ist nicht nur wegen seiner Höhe beeindruckend, sondern auch aufgrund seiner besonderen Bauweise. Sein schlanker Schaft besteht aus Stahlbeton. In einer Höhe von 166 Metern befindet sich die sogenannte Turmkanzel, in der früher ein Drehrestaurant untergebracht war.
Durch die besondere Konstruktion scheint dieser Bereich mithilfe von Stahlstreben am Turmschaft aufgehängt zu sein.
Entworfen wurde der Turm unter Mitwirkung des bekannten Bauingenieurs Fritz Leonhardt und des Architekten Erwin Heinle. Die Konstruktion hebt sich deutlich von anderen Fernsehtürmen ab und verleiht dem Colonius sein unverwechselbares Aussehen.
Im Jahr 2022 wurde er offiziell unter Denkmalschutz gestellt, wodurch seine architektonische und stadtgeschichtliche Bedeutung zusätzlich gewürdigt wurde.
Die Bedeutung für Köln
Der Colonius erfüllt bis heute eine wichtige technische Funktion. Über seine Sendeanlagen werden unter anderem Radio- und Fernsehprogramme sowie weitere Kommunikationssignale übertragen. Auch Mobilfunk und Richtfunk gehören zu den Bereichen, für die der Turm genutzt wird.
Damit ist der Colonius weit mehr als ein auffälliges Bauwerk am Kölner Stadtrand. Er trägt dazu bei, dass Menschen in Köln und der Umgebung miteinander kommunizieren können.
Seine technische Bedeutung hat sich im Laufe der Jahrzehnte an die Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien angepasst.
Das Drehrestaurant und die Aussichtsplattform
Eine besondere Attraktion des Colonius war früher die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform. Von dort konnten Besucher Köln aus großer Höhe betrachten und bei gutem Wetter einen weiten Blick über die Stadt und das Umland genießen.
Auch das Drehrestaurant war sehr beliebt. Während die Gäste dort aßen, drehte sich das Restaurant langsam um die eigene Achse und ermöglichte einen Rundumblick auf die Domstadt. Allerdings sind die Aussichtsplattform und das Restaurant seit 1999 für die Öffentlichkeit geschlossen.
Viele Menschen wünschen sich, den Colonius wieder als Ausflugsziel erleben zu können. Eine Wiedereröffnung würde jedoch umfangreiche Sanierungsarbeiten und die Erfüllung moderner Sicherheits- und Brandschutzanforderungen voraussetzen.
Ob und wann Besucher wieder regelmäßig auf den Turm gelangen können, hängt daher von den weiteren Planungen und den finanziellen Möglichkeiten ab.















