Köln | Ein ungewöhnlicher Blickfang, ein Stück Pop-Art und ein Wahrzeichen der Kölner Innenstadt!
Wer über den Neumarkt in Köln spaziert, dem fällt sie früher oder später ins Auge: eine riesige, umgedrehte Eistüte, die scheinbar kopfüber auf dem Dach der Neumarkt Galerie gelandet ist.
Das Kunstwerk mit dem Namen „Dropped Cone“ gehört längst zum Stadtbild und sorgt bei Einheimischen wie bei Touristen für neugierige Blicke. Was auf den ersten Blick wie ein humorvoller Scherz wirkt, ist tatsächlich ein international bekanntes Beispiel für Pop-Art im öffentlichen Raum.
Ein Kunstwerk, das aus der Reihe tanzt
Seit März 2001 thront der Dropped Cone über dem Neumarkt. Entworfen wurde die Skulptur vom Künstlerpaar Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen, das für seine überdimensionalen Darstellungen alltäglicher Gegenstände bekannt ist. Mit einer Höhe von rund zwölf Metern und einem Durchmesser von etwa 5,8 Metern ist die Eistüte kaum zu übersehen.
Sie besteht aus verschiedenen Materialien wie Stahl, faserverstärktem Kunststoff und Holz. Die schiefe Spitze des Hörnchens und das darüber fließende Eis spielen humorvoll auf die Kirchtürme der Kölner Altstadt sowie die Form des Doms (bzw. den historischen Domkran) an.
Die Idee dahinter ist ebenso ungewöhnlich wie das Kunstwerk selbst: Ein Gegenstand, den jeder aus dem Alltag kennt, wird so stark vergrößert, dass er in seiner Umgebung eine völlig neue Wirkung entfaltet. Aus einer gewöhnlichen Eistüte wird ein monumentaler Blickfang, der die Architektur der Innenstadt auf spielerische Weise ergänzt.

Der Neumarkt zählt zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten und Einkaufsstandorten der Stadt. Menschen kommen hier zusammen, steigen in die Stadtbahn, erledigen ihre Einkäufe oder machen sich auf den Weg in die umliegenden Einkaufsstraßen. Mitten in diesem geschäftigen Umfeld setzt der Dropped Cone einen ungewöhnlichen Akzent.
Für viele Kölnerinnen und Kölner ist die riesige Eistüte längst ein vertrauter Anblick. Sie dient als Orientierungspunkt, Treffpunkt und beliebtes Fotomotiv. Auch Besucherinnen und Besucher entdecken das Kunstwerk häufig bei einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt.
Seinen besonderen Charme verdankt der Dropped Cone vor allem seiner scheinbaren Selbstverständlichkeit: Eine riesige Eistüte auf einem Gebäudedach ist schließlich nichts, womit man in einer Großstadt unbedingt rechnet. Genau deshalb bleibt sie im Gedächtnis.
Wer den Dropped Cone aus nächster Nähe betrachten möchte, braucht weder Eintrittskarte noch Museumsbesuch. Die Skulptur ist vom öffentlichen Raum aus kostenlos zu sehen. Am besten lohnt sich ein Blick auf das Dach der Neumarkt Galerie, wenn man sich auf dem Neumarkt oder in den angrenzenden Einkaufsstraßen befindet.
Durch seine zentrale Lage lässt sich das Kunstwerk unkompliziert mit einem Stadtbummel verbinden. Ob als kurzer Zwischenstopp, als Fotomotiv oder als Anlass, sich mit Kunst im öffentlichen Raum zu beschäftigen – die ungewöhnliche Eistüte bietet einen kleinen, aber einprägsamen Moment im Alltag der Kölner Innenstadt.













