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SERVICE Karneval: SIE sind die neuen Karl Küpper-Erben

Köln | Eine wichtige Auszeichnung für Köln. In Gedenken an einen aufrechten Vertreter im Karneval!

Das Festkomitee gibt bekannt: „Die Stadt Köln, das Festkomitee Kölner Karneval und der Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums haben den Karl-Küpper-Preis in diesem Jahr an die beiden Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske verliehen.

Nickel und Teske wurden für ihren Mut geehrt, rechtsextreme, rassistische und menschenfeindliche Vorfälle an ihrer damaligen Schule in Burg im Spreewald öffentlich zu machen. Zugleich gilt die Anerkennung ihrem fortgesetzten Engagement für Demokratiebildung und gegen Rechtsextremismus.

Wichtige Auszeichnung: Eko Fresh hielt die Laudatio

Der Karl-Küpper-Preis richtet den Blick damit auf alle, die sich dem erstarkenden Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen der Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegenstellen – insbesondere auf diejenigen, die im schulischen und pädagogischen Alltag für eine demokratische, respektvolle und inklusive Lernkultur eintreten.

Zusammen mit Lutz Schade, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, sowie Bernhard Conin, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums, überreichte Oberbürgermeister Torsten Burmester die Auszeichnung, die anlässlich des 50. Todestages des Karnevalisten Karl Küpper 2020 im Gedenken an dessen Einsatz für die Meinungsfreiheit und couragiertes Engagement gegen den Nationalsozialismus ins Leben gerufen wurde.

Oberbürgermeister Burmester: „Laura Nickel und Max Teske treten ein gegen Ausgrenzung, gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und setzen sich furchtlos für die Demokratie und das Miteinander ein. In dieser rauen Zeit, in der immer mehr Parteien und Personen für ein Weltbild werben, das zentrale Werte unseres Grundgesetzes missachtet, machen sie durch ihre Zivilcourage und Haltung einen Unterschied für unsere demokratische Kultur. Dass wir sie in Erinnerung an Karl Küpper ehren, ist daher folgerichtig und gut.“

Lutz Schade, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, ergänzte: „Karl Küpper war ein Karnevalist, der an exponierter Stelle – nämlich auf der Bühne – gegen das Nazi-Regime die Stimme erhob. Diesen Mut braucht unsere Gesellschaft heutzutage leider wieder: im Alltag, im Bekanntenkreis und in der Schule im Umgang mit jungen Menschen, die sich von rechten Parolen blenden lassen.“

Das unterstützte auch Bernhard Conin, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums: „Laura Nickel und Max Teske wollten und wollen sich nicht damit abfinden, dass Schule oft nur Lerninhalte vermittelt und dabei den Blick für die Werte verliert, mit denen die Schüler aufwachsen sollten: Demokratie, Vielfalt und eine offene Gesellschaft. Dafür haben sie sich in einem extrem schwierigen Umfeld und trotz persönlicher Bedrohungen eingesetzt. Solche Menschen sind ein Vorbild für uns alle.“

Die Preisträger bedankten sich für die Auszeichnung: „Wir waren natürlich überrascht, als wir davon gehört haben, dass wir in Köln einen Preis für Zivilcourage bekommen sollen. Jetzt, wo wir hier sind, nehmen wir mit, dass der Karneval viel mehr ist, als nur feiern“, erklärt Max Teske.

„Er ist warm, er ist herzlich und er ist offen für andere Menschen“, so Laura Nickel. „Wir haben uns hier sehr willkommen gefühlt, und widmen die Ehrung all den Schülern, die wir unterrichtet haben und die leider auch heute noch jeden Tag Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren.“

Die Laudatio auf Laura Nickel und Max Teske hielt der Kölner Künstler Eko Fresh. Er setzt sich seit vielen Jahren künstlerisch und gesellschaftlich mit Fragen von Identität, Vielfalt und Zusammenhalt auseinander.

Die Auswahl der Preisträger obliegt einer Jury, der neben dem Oberbürgermeister auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums, der Direktor des NS-Dokumentationszentrums sowie Vertreter der Familie von Karl Küpper angehören. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr bereits das vierte Mal verliehen. Vorherige Preisträger sind Carola Rakete, Rolly Brings und Gunter Demnig.

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