Köln | 15 000 Teilnehmer werden erwartet.
Am Samstag startet am Konrad Adenauer-Ufer (14 Uhr) ein Schüler- und Studierenden-Protest mit dem Thema „Bildung / Wehrpflicht / Bezahlbares Leben“, der Behörden im Vorhinein alarmiert hat.
Denn die jüngsten Bilder aus dem europäischen Ausland, wo unnötige Tagediebe und losgelöste Vagabunden friedliche Kundgebungen für Vandalen-Akte ausnutzten, sind in vielen Köpfen präsent.
In der Kölner City hat mancher Inhaber sein Geschäft bereits vorsorglich verbarrikadiert.
Die Angst besteht, dass legitimer Protest von Chaoten unterwandert wird und in sinnlose Randale ausarten könnte, wie z.B. in Paris gesehen.
„Es bestehen u.a. Aufrufe zu möglichen Brandstiftungen und Sachbeschädigungen“, hieß es daher im Vorhinein von der Kölner Polizei, „Die Polizei beobachtet die bundesweite Mobilisierung der Gruppierung „GenZ regelt“ in den sozialen Medien genau. Neben friedlichem Protest liegen auch Hinweise zu Gewaltaufrufen einzelner Gruppierungen und Personen vor, die die Versammlung für Straftaten nutzen wollen.“

Tomás M. Santilian ist indes nicht bange vor der Kundgebung und „Gen Z regelt“.
Die lokale DIE LINKE-Größe schätzt die Lage so ein: „Die Organisatoren der Demo in Köln betonen, das es um eine friedliche Demonstration geht.
Tatsächlich ist die Angst übertrieben, denn solche Bilder wie aus Frankreich kennen wir aus Köln eigentlich nicht. Das liegt nicht an der hohen Polizeipräsens, sondern an den Kölner selbst und am Samstag werden Kölner auf die Straße gehen.“

Der Bergisch Gladbacher Stadtrat weiter: „Da sich am Konrad-Adenauer-Ufer mehr als 15.000 Kölner versammeln werden, kann es natürlich zu Verkehrsstörungen kommen.
Stellen sie sich darauf ein, fahren sie mit der U-Bahn und begegnen sie den jungen Menschen mit freundlicher und rheinischer Gelassenheit. Sie nehmen ein wichtiges demokratisches Grundrecht wahr um auf ein wichtiges Anliegen aufmerksam zu machen.“
„Die große Mehrheit der Demonstraten ist durchaus sensibilisiert und werden auf mögliche Gewalttäter auch entsprechende reagieren, denn Köln ist auch ihre Stadt. Zu Karneval oder bei anderen Demos hat Köln schon deutlich mehr Teilnehmer ausgehalten.“
OB Torsten Burmester traf Kölner Jugendring
OB Torsten Burmester hatte sich am Donnerstag Abend bereits mit Mitgliedern des Kölner Jugendrings und weiterer Jugendverbände zu einem Austausch im Kölner Rathaus getroffen.
„In dem Gespräch haben die Teilnehmenden Anliegen und Sorgen benannt, für die bundesweit junge Menschen am Samstag, 31. Oktober 2026, bei Protestaktionen auf die Straße gehen wollen. Auch in Köln ist in diesem Rahmen eine Demonstration geplant.
Bei dem Austausch kam eine breite Palette an gesellschaftlichen Themen zur Sprache, von politischer Partizipation, über das Bildungssystem, Wehr- und Freiwilligendienste bis hin zu Armut und Wohnungsmangel. In der Diskussion wurde deutlich, dass sich die junge Generation in diesen Themen von Politik und Öffentlichkeit zu wenig gehört fühlt“, heißt es in einer Aussendung der Stadt Köln.








