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4:2! DAS waren wieder die wahren Kölner Haie

Köln | HAIDEWITZKA Herr Kapitän!

Endlich durfte im Haifischbecken mal wieder ein Heimdreier bejubelt werden. Im sechsten Versuch klappte es für die Kölner Haie, die am Sonntagnachmittag die Nürnberg Icetigers vor 17.530 Besuchern in der Lanxess-Arena mit 4:2 besiegten.

Riesiger Jubel bei den Fans und ein großer Stein, der allen Besuchern und Spielern nach dem Erfolg vom Herzen fiel. Denn es war eine schwere Geburt, obwohl der Hauptrundensieger des Vorjahres deutlich überlegen waren.

„Der Sieg war nicht nur wichtig für unsere Fans, sondern auch unser Punktekonto in der DEL. Bisher hat es ja leider nur mit Dreiern in der Champions Hockey League funktioniert“, sagte Verteidiger Jan-Luca Sennhenn erleichtert.

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Ähnlich analysierte es Moritz Müller: „Wir haben es unnötig spannend gemacht, aber der Sieg fühlt sich gut an. Besonders wichtig ist das Erfolgserlebnis, da wir daheim gefühlt immer wieder hinter diesem Erfolg hergelaufen sind. Wir waren zu ungeduldig und wollten es immer zu viel“, erklärte der Kapitän. „Deshalb ist der Dreier wichtig für das Vertrauen. Aber wir werden als Mannschaft über das ganze Jahr sehr streng zu uns selbst sein müssen, denn Offensive Power haben wir genug.“

Nachdem der KEC bei der 1:4-Niederlage gegen Schwenningen am Freitag den ersten Abschnitt kräftig verschlafen hatte, waren die Hausherren diesmal hellwach und überrumpelten die Icetigers. Bereits nach 44 Sekunden hatte es zweimal im Nürnberger Kasten eingeschlagen. Es war der Grundstein für den wichtigen Erfolg.

Nach elf Sekunden hatte Valterri Kemiläinen mit einem Schlagschuss zugeschlagen und den Puck in den Puck in den Winkel bugsiert. Der Jubel war noch nicht ganz verhallt, da erhöhte Louis-Marc Aubry auf 2:0. Der Stürmer traf aus spitzem Winkel, nachdem er von Markus Ljungh mustergültig in Szene gesetzt worden war.

Von den Gästen, die bisher in der laufenden Spielzeit mit guten Resultaten überraschten und zwischendurch sogar die Tabellenführung innehatten, ging zunächst nicht viel Gefahr aus. Janne Juvonen, der nach Erkrankung wieder ins Tor zurückkehrte verlebte erstmals einen ruhigen Tag.

Zu überlegen war die Mannschaft von Trainer Thomas Berglund, die konzentriert und fokussiert zu Werke gingen. Robin Press und Aubry scheiterten aber mit ihren Versuchen an Niklas Treutle und verpassten den dritten Kölner Treffer.

Zu beginn des zweiten Drittels machte es aber Aubry besser und sorgten nach wunderschöner Vorlage von Sennhenn für das überfällige 3:0. Kurz vor der zweiten Sirene verpasste der Deutsch-Kanadier seinen Hattrick, als er mit einem Alleingang seinen Meister in Treutle fand.

Und Nürnberg?

Die Franken rafften sich in den letzten 20 Minuten noch einmal auf und schafften 97 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels den Anschluss durch Markus Weber. Der Kapitän der Icetigers profitierte von einer Unachtsamkeit der Haie im eigenen Drittel und machte die Partie noch einmal interessant.

Zumal die Gäste Oberwasser bekamen und durch Nationalspieler Samuel Dove-MacFalls sieben Minuten vor dem Ende auf 2:3 verkürzten. Bitter war der Treffer für Juvonen, der sich den Puck mit seinem, Schoner selbst über die Linie schob. Zuvor hatte Marcel Noebels das vorentscheidende 4:1 verpasst, der Haie-Torjäger hatte nur den Innenpfosten getroffen.

So wurde es noch einmal richtig dramatisch, da die Dominanz der Haie in den letzten Minuten komplett verschwunden war. Jedoch stemmten sich die Gastgeber gegen den drohenden Ausgleich und feierten am Ende den Sieg, weil Ljungh 0,1 Sekunden vor dem Ende das 4:2 gelang.

Frank Neusser
Über den AutorFrank Neusser

Frank Neusser schreibt für Kölnundmehr.de über Lokalpolitik, Stadtentwicklung und Sport. Der gelernte Journalist kennt Köln in all seinen Facetten – von den Ringen bis zu den Randlagen.