Köln | Die Enttäuschung bei den Kölner Haien war groß. Nur 74 Sekunden fehlten der Mannschaft von Trainer Thomas Berglund, um den Sieg gegen die Schwenninger Wild Wings einzufahren.
2:1 führten die Gastgeber kurz vor der Schlusssirene, ehe ausgerechnet der Ex-Hai Håkon Hänelt mit dem Ausgleich den Dreier entriss.
Und es kam noch schlimmer: In der Verlängerung traf Mirko Höfflin auf Zuspiel von Hänelt zum Sieg. Die Schwarzwälder nahmen also erneut zwei Punkte mit nach Hause. Bereits beim ersten Duell vor elf Tagen in der Lanxess-Arena hatten die Wild Wings mit 4:1 die Oberhand behalten.
Kammerer: „Leider haben die Tore gefehlt“
„Es ist ein unglaubliches Gefühl hier zweimal in Köln gewonnen zu haben. Für uns sind es wichtige Punkte, um den Anschluss an die Playoff-Plätze zu bekommen“, erklärte Matchwinner Hänelt glücklich. Der Angreifer war nach zu wenig Spielzeit in Köln nach Schwenningen gewechselt und blüht dort richtig auf.
Frust dagegen bei den Verlierern: „Lässt man das Ergebnis außen vor, würde ich sagen, dass es ein vernünftiges Spiel von uns war. Das erste Drittel war gut, wir haben heute nicht viele Top-Chancen gehabt, weil Schwenningen es vor dem Tor eng gehalten hat. Wenn ich das ganze Bild betrachte, war es ein Schritt nach vorne“, meinte Markus Ljungh.
Der schwedische Angreifer, dem das zwischenzeitliche 2:1 gelungen war, erklärte aber auch: „Die Niederlage tut weh, wir waren kurz davor, drei Punkte zu holen. Wir brauchen auch einfache Tore, müssen die Scheiben immer wieder zum Tor bringen. Zur Wahrheit gehört auch, dass Schwenningen es defensiv gut gemacht hat.“
Es fehlt den Haien schlichtweg an der Effektivität. 70-mal versuchten es die Kölner, 37 Schüsse flogen auf das Schwenninger Tor, aber lediglich zweimal durften die 14.884 Fans im Haifischbecken jubeln. Zu wenig für den großen Aufwand. Zwar hatte Torwart Joacim Eriksson einen guten Abend erwischt, es zeigte sich aber auch, dass der KEC nicht präzise genug vor dem gegnerischen Tor.
„Im Gegensatz zu anderen Partien haben wir einfach gespielt, die Scheiben zum Tor gebracht und auch genügend Spieler in der Box gehabt“, sagt Maximilian Kammerer. „Leider haben die Tore gefehlt.“
Und die zählen nun einmal, um eine positive Serie zu starten. So bleibt es dabei: Auf einen Sieg folgt immer eine Niederlage. Und die Haie können weiterhin nur an einem Sonntag gewinnen-
Die nächste Möglichkeit es besser zu machen, gibt es bereits am Freitagabend, wenn die Haie bei den Straubing Tigers antreten müssen. Nach einem spielfreien Sonntag gastieren dann am Dienstag die Adler Mannheim zum Traditionsduell in der Lanxess-Arena.











