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Nach TV-Debakel: Veedels-Wirt entschuldigt sich bei Gästen

Köln | Letzter Platz!

Das können die Betreiber der „Meisenklause“ in Köln-Vogelsang so nicht stehen lassen.

Denn das schlechte Abschneiden des Restaurants und FC-Veedelstreffs bei der „Mein Lokal, dein Lokal“-Show auf Joyn, in der Profi-Gastronomen zum Küchenvergleich antreten, stößt bei Sascha Reuter und Team auf.

„Die Meisenklause in Köln-Vogelsang ist ein Ort, an dem sich seit über 60 Jahren alles um Geselligkeit, ehrliche Küche und ein vertrautes Miteinander dreht. Als charmante Mischung aus Restaurant und Kneipe bietet die Meisenklause rund 40 Plätze im Innenbereich sowie weitere Sitzmöglichkeiten draußen“, hatten die TV-Macher eingangs noch lobend angekündigt.

„Kulinarisch treffen hier deutsche Klassiker auf italienische Einflüsse, doch eine Spezialität des Hauses sticht besonders hervor: das hausgemachte Schaschlik – ein fast vergessenes Schmorgericht, das hier mit viel Herzblut neu interpretiert wird“, hieß es, „Ergänzt wird das Angebot durch beliebte Highlights wie knusprige Schnitzel und original italienische Pizzen. Kann die Meisenklause die Mitstreiter mit Tradition, Geschmack und echter Wohnzimmer-Atmosphäre überzeugen?

Doch das Ergebnis war fatal – abgeschlagenes Schlusslicht in den Bewertungen!

So wendet sich Veedels-Gastronom Reuter in den sozialen Netzwerken beschwichtigend an seine treuen Gäste.

Denn mit Kölsch-Original Maurizio, der für die Klause das Gesicht in der Sendung war, habe die Klause einen falschen Eindruck widergespiegelt.

Vogelsang: „Meisenklause“ wurde bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ Letzter

„Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, liebe Gäste,

nach der Ausstrahlung von „Mein Lokal, Dein Lokal“ haben uns zahlreiche Nachrichten, Kommentare und Bewertungen erreicht. Wir haben Ihre Reaktionen aufmerksam verfolgt und möchten uns heute persönlich an Sie wenden.

Zunächst möchten wir uns bei allen bedanken, die uns mit freundlichen Worten unterstützt und ihre positiven Erfahrungen mit unserer Meisenklause geteilt haben. Gleichzeitig können wir die Enttäuschung und den Ärger vieler Zuschauer über das gezeigte Auftreten und insbesondere die Punktevergabe gut nachvollziehen.

Da durch die Sendung offenbar ein falscher Eindruck von unserem Betrieb entstanden ist, möchten wir gerne einige Dinge richtigstellen“, heißt es.

Und weiter: „Wir haben die Meisenklause am 1. August 2024 übernommen und führen sie seitdem eigenständig als Familienbetrieb – mit viel Leidenschaft, persönlichem Einsatz und Herzblut.

Maurizio, der in der Sendung zu sehen war, ist der ehemalige Betreiber unserer Gaststätte. Seit unserer Übernahme war er zu keinem Zeitpunkt bei uns angestellt. Er ist weder der heutige Inhaber noch unser regulärer Koch und auch nicht für unsere tägliche Küchenarbeit verantwortlich.“

Inhaber erklärt Rolle von Kölsch-Original Maurizio

Doch warum hat er dann an der Sendung teilgenommen?

Rauter: „Wie viele andere Gastronomiebetriebe stehen auch wir als kleiner Familienbetrieb vor großen Herausforderungen. Wir suchen immer wieder nach Möglichkeiten, unsere Meisenklause weiterzuentwickeln, bekannter zu machen und neue Gäste für uns zu gewinnen.

Da Maurizio bereits Erfahrungen mit diesem Fernsehformat hatte, haben wir seine Unterstützung für die Teilnahme in Anspruch genommen. Wir hatten gehofft, gemeinsam einen schönen Fernsehauftritt zu gestalten und unsere Gaststätte einem größeren Publikum vorstellen zu können.

Seine Mitwirkung beschränkte sich auf die Fernsehsendung. Eine dauerhafte Zusammenarbeit oder Beschäftigung hat es nicht gegeben.

Leider hat sich unsere Hoffnung auf einen positiven Auftritt nicht erfüllt. Stattdessen ist ein Eindruck entstanden, den wir uns so weder vorgestellt noch gewünscht haben.

Unsere Meisenklause steht für eine ehrliche, frische und gutbürgerliche deutsch-kölsche Küche. Wir legen großen Wert auf frische Zutaten, sorgfältig zubereitete Speisen und eine gemütliche, familiäre Atmosphäre.

Unsere Küche liegt in den Händen unseres eigenen Teams, das gemeinsam mit unserer Familie täglich dafür sorgt, dass sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen.

Wir möchten die Kritik an der Sendung keinesfalls kleinreden. Fairness, Respekt und ein wertschätzender Umgang miteinander sind uns sehr wichtig. Wir haben uns selbst für die Teilnahme entschieden und übernehmen selbstverständlich die Verantwortung für diese Entscheidung.

Rückblickend hätten wir deutlicher machen müssen, welche Rolle Maurizio tatsächlich in unserem Betrieb hatte.

Dass nun aber unsere gesamte Gaststätte, unsere Mitarbeiter und unsere Familie aufgrund dieses Fernsehauftritts negativ beurteilt werden, macht uns sehr traurig.

Für den entstandenen negativen Eindruck möchten wir uns aufrichtig entschuldigen.

Die Meisenklause ist in Vogelsang ein beliebter Treffpunkt.

Wir sind sicherlich nicht perfekt. Auch bei uns kann einmal etwas schiefgehen. Aber wir nehmen Kritik ernst, lernen daraus und geben jeden Tag unser Bestes.

Was wir uns wünschen, ist eine faire Chance.

Bitte beurteilen Sie unsere Meisenklause nach dem, was wir unseren Gästen tatsächlich bieten – nach unserem Essen, unserem Service und unserer Gastfreundschaft – und nicht ausschließlich nach einer Fernsehsendung.

Allen, die uns bereits kennen und ihre positiven Erfahrungen mit anderen geteilt haben, möchten wir nochmals herzlich danken. Ihre Unterstützung bedeutet uns gerade jetzt unglaublich viel.

Und wer uns noch nicht kennt, ist herzlich eingeladen, sich persönlich ein Bild von uns und unserer Küche zu machen.

Denn hinter unserer Meisenklause steht eine Familie, die mit viel Herzblut und Leidenschaft für ihre Gäste da ist.

Wir möchten Sie nicht mit großen Worten überzeugen, sondern mit dem, was wir jeden Tag tun.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auch unsere Seite kennenzulernen.“

Für den Post gab es überwältigend Verständnis und Zustimmung.

Wenigstens etwas Trost für die Macher des beliebten Treffpunkts, wo man such Fußball schauen kann, nach dem TV-Debakel. . .

Markus Krücken
Über den AutorMarkus Krücken

Markus Krücken ist Chefredakteur von Kölnundmehr.de und berichtet über Stadtpolitik, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen in Köln. Er verfügt über langjährige Erfahrung im lokalen Journalismus und legt besonderen Wert auf unabhängige Recherche und bürgernahe Berichterstattung.